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Kenzingen
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Kenzingen ist eine Kleinstadt im nĂśrdlichen Breisgau; sie gehĂśrt zum Landkreis Emmendingen im deutschen Bundesland Baden-WĂźrttemberg.
Contents
⢠Geografie
⢠Stadtgliederung
⢠Geschichte
⢠Politik
⢠Gemeinderat
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Verkehr
⢠Justiz
⢠Bildung
⢠Bauwerke
⢠Museen
⢠Musik
⢠Kino
⢠Parks
⢠Sport
⢠Fasnacht
⢠Ehrenbßrger
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Kenzingen liegt in der Oberrheinebene am Westrand des Schwarzwalds an der Alten Elz etwa 30 km nĂśrdlich von Freiburg im Breisgau. Aufgrund der geographischen Lage wird Kenzingen auch âPerle im Breisgauâ genannt.cite-ref-2[2] Seit dem 1. Oktober 2024 fĂźhrt Kenzingen die offizielle Zusatzbezeichnung âBreisgaustadtâ.cite-ref-3[3]
Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus den Stadtteilen Bombach, Hecklingen, Kenzingen und Nordweil. Die räumlichen Grenzen der Stadtteile sind identisch mit denen der frĂźher selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die Stadtteile bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-wĂźrttembergischen Gemeindeordnung und mit Ausnahme des Stadtteils Kenzingen sind in den Ortschaften im Sinn der baden-wĂźrttembergischen Gemeindeordnung jeweils eigene Ortschaftsräte und Ortsvorsteher als deren Vorsitzende sowie Ăśrtliche Verwaltungsstellen mit der Bezeichnung âOrtschaftsverwaltungâ eingerichtet.cite-ref-4[4]
Zum Stadtteil Kenzingen gehÜren die Stadt Kenzingen, der Weiler Wonnental, die HÜfe Auhof, Hof Mundinger und Kirnhalder(Maier)hof und die Wohnplätze Im Kaisergrßn, Kirnhalden, Forsthaus Muckental, Hammerschmiede Muckental, Muckenmßhle und Hof Hepp Muckental.
Zu den drei anderen Stadtteilen gehĂśren jeweils nur die gleichnamigen DĂśrfer. Im Stadtteil Kenzingen liegen darĂźber hinaus die abgegangenen Ortschaften Langenbogen und Altenkenzingen und im Stadtteil Nordweil liegen die abgegangenen Ortschaften Bramenweiler, Hochstetten (?) und Furnik.cite-ref-5[5]
Geschichte
Geschichte der Stadtteile
Kenzingen
Kenzingen wird erstmals 772 im Lorscher Codex erwähnt:
In Gottes Namen will ich, Eckehart, zum Heile meiner Seele ein gutes Werk verrichten. Es soll dem heiligen Märtyrer 'N (Nazarius) zugutekommen, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwßrdigen Abt Gundeland betreut wird. Ich schenke alles, was ich bisher in pago Brisgowe (im Breisgau), in Kencinger marca (in der Gemarkung Kenzingen n. Freiburg) besessen habe, nämlich Hofreiten, Leibeigene, Wälder, Wiesen, Weinberge, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten und Wasser-vorkommen. Alles soll ewiges Eigentum sein. Rechtskräftige Fertigung. Geschehen in monasterio \auns\i(amensi = im Lorscher Kloster) am 18. Dezember im 5. Jahr (772) des KÜnigs Karl.cite-ref-6[6]
Das Kloster Lorsch hatte in dieser Zeit umfangreichen Besitz im nĂśrdlichen Breisgau.
Die KĂśnige Karl der Dicke und Otto der GroĂe schenken im 10. Jahrhundert Besitzungen in Kenzingen an das Kloster Andlau sowie das schweizerische Kloster Einsiedeln.
Spätestens um 1200 gerät der Ort unter die Herrschaft der Herren von Ăsenberg, 1249 verleiht Rudolf II. von Ăsenberg Kenzingen die Stadtrechte. Nach dem Aussterben der Kenzinger Linie der Ăsenberger werden die Markgrafen von Hachberg 1354 neue Ortsherren. Nachdem Ăźber Markgraf Heinrich IV. die Reichsacht verhängt wurde, fällt Kenzingen 1359 an Ăsterreich und gehĂśrt dort zum Landesteil VorderĂśsterreich. Kurzfristig ist die Stadt von 1415 bis 1427 Freie Reichsstadt, fällt dann aber in Habsburgischen Besitz zurĂźck. Infolge des Reichsdeputationshauptschlusses fällt Kenzingen 1806 an das GroĂherzogtum Baden.
2024 feiert die Stadt das 775-jährige Stadtjubiläum.cite-ref-7[7]
Siehe auch
:
Burg Kenzingen
und
Kloster Wonnental
Bombach
Die erste urkundliche Erwähnung Bombachs erfolgte im Jahr 1144. Das Dorf gehÜrte damals zum Kloster St. Trudbert im Mßnstertal. Im 13. Jahrhundert fiel der Ort an die Herren auf der Kirnburg. Später kam er an das Haus Habsburg und blieb bis 1805 habsburgisch. Am 1. Dezember 1971 wurde Bombach nach Kenzingen eingemeindet.cite-ref-gemeindeverzeichnis1970bis1982-8-0[8] Mit rund 650 Einwohnern ist Bombach der kleinste Ortsteil Kenzingens. Durch sein Weinfest am 1. Augustwochenende am Hummelberg, das seit 1978 veranstaltet wird, ist der Ort ßber die Region hinaus bekannt geworden.
Siehe auch: Bombach (Kenzingen)
Hecklingen
Da der Ort am Anfang der Freiburger Bucht an alten Handelswegen verkehrsgĂźnstig lag, waren vermutlich bereits keltische Stämme hier sesshaft. Nach der RĂśmerzeit war Hecklingen im 6. Jahrhundert eine alemannische Siedlung. Der Name Hecklingen bedeutet, dass sich an dieser Stelle Leute des Haggilo oder Heggilo niederlieĂen.cite-ref-9[9]
Im Rotulus Sanpetrinus, einem GĂźterverzeichnis des Klosters St. Peter auf dem Schwarzwald, wurde im Jahre 1112 festgehalten, dass ein Bertold von Hakkelingen dem Kloster einen Acker bei Malterdingen fĂźr 13 solidi verkauft hat.cite-ref-10[10]
Die ersturkundliche Erwähnung Hecklingens geschah am 27. Januar 1147 durch Papst Eugen III.cite-ref-11[11] In dieser Urkunde bestätigt der Papst dem Kloster St. Peter auf dem Schwarzwald Besitzungen und Rechte an mehr als 40 Orten. Darunter befindet sich auch ein Hof in Haegelingen.cite-ref-12[12]
Die oberhalb Hecklingens gelegene Burg Lichteneck wurde im 13. Jahrhundert erbaut.
Die Zähringer waren im 12. Jahrhundert die Herren des Ortes, ihnen folgten die Grafen von Freiburg sowie die Herren von Ăsenberg. Durch eine Heirat fiel der Ort in den Besitz die Pfalzgrafen von TĂźbingen. Im Jahr 1774 lieĂ sich die Familie von Graf Rudolf von Hennin im Ort nieder, die auch das Schloss unterhalb der Burg errichtete. Seit 1805 gehĂśrte Hecklingen zum GroĂherzogtum Baden. Am 1. Januar 1974 wurde Hecklingen nach Kenzingen eingemeindet.cite-ref-13[13]
Nordweil
Die erste urkundliche Nennung des Ortes Nordweil erfolgte im Jahr 1095. Der Ort gehĂśrte zu dieser Zeit dem Kloster Alpirsbach und wurde vor Ort von den Herren von Ăsenberg regiert. Nach der AuflĂśsung des Klosters in der Reformation ging der Besitz an das Herzogtum WĂźrttemberg Ăźber, seit 1805 gehĂśrte Nordweil zum GroĂherzogtum Baden. Am 1. Dezember 1971 wurde Nordweil nach Kenzingen eingemeindet.cite-ref-gemeindeverzeichnis1970bis1982-8-1[8]
Einwohnerentwicklung
Quelle fĂźr die Zahlen ab 1871: Statistik Kommunal â Kenzingen, Statistisches Landesamt Baden-WĂźrttemberg, Zahlen davor: Schätzung
Politik
Kommunalwahl 2024
Wahlbeteiligung:
60,7 %
%
30
20
10
0
25,0 %
19,9 %
14,4 %
20,5 %
9,6 %
10,6 %
CDU
FW
/BVK
SPD
ABL
FDP
MiK
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
%p
4
2
0
â2
â4
â0,8
%p
â3,3
%p
+0,4
%p
+3,7
%p
â0,7
%p
+2,3
%p
CDU
FW
/BVK
SPD
ABL
FDP
MiK
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 fand erstmals ohne unechte Teilortswahl statt und ergab bei einer Wahlbeteiligung von 60,7 % (+ 2,6 %) folgende Verteilung der 22 Sitze (2019: 19 mit 1 Ausgleichsmandat) im Gemeinderat der Stadt Kenzingen:
BĂźrgermeister
| Amtszeit | Name |
|---|---|
| 1901â1910 | Karl Beck |
| 1910â1931 | Josef Baptist |
| 1931â1946 | Josef Kreth |
| 1946â1950 | Otto Fasoli |
| 1950â1959 | Camill Leberer |
| 1959â1979 | Walter Rieder |
| 1979â1995 | Claus Kopinski |
| 1995â1999 | Edeltraud Bart |
| 2000â2024 | Matthias Guderjan |
| seit 2024 | Dirk Schwier |
Verwaltungsverband
Kenzingen ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbandes Kenzingen-Herbolzheim, dem neben den Städten Kenzingen und Herbolzheim auch die Gemeinden Rheinhausen im Breisgau und Weisweil angehÜren.
Wappen
Die Blasonierung des Stadtwappens lautet: âIn gespaltenem Schild unter blauem Schildhaupt worin ein silberner Flug, vorn in Rot ein silberner Balken, hinten in Silber zwei pfahlweis gestellte abgewendete blaue Fische.â
Die Stadtfarben sind Rot-Blau.
Städtepartnerschaften
Am 8. Juli 2007 wurde in Kenzingen eine Partnerschaft zwischen der Stadt im Breisgau und der kroatischen Stadt Vinkovci besiegelt. RegelmäĂig finden gemeinsame Veranstaltungen wie Austausche statt. Auch auf dem Kenzinger Stadtfest sind stets Gäste aus Vinkovci anwesend.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bahnverkehr
Der Bahnhof Kenzingen liegt an der Rheintalbahn, Abschnitt Basel â Offenburg. Im halbstĂźndlichen Takt halten Regional-Expresse der Linie RE7, auĂerdem wird der Bahnhof von Regionalbahnen bedient. Die nächsten ICE-Halte sind in Freiburg (sĂźdlich, 25 Minuten mit dem Regional-Express) und in Offenburg (nĂśrdlich, 35 Minuten mit dem Regional-Express).
Radverkehr
Ab 2026 soll Kenzingen am Fahrradverleihsystem Frelo teilnehmen. Dabei sind auch Stationen in den Ortschaften Nordweil und Hecklingen vorgesehen.
Durch eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-WĂźrttembergcite-ref-17[17] ist Kenzingen Ăźber den Ortsteil Hecklingen und Ăźber Malterdingen und Teningen (Ortsteil KĂśndringen) mit Emmendingen und Ăźber Herbolzheim und Ringsheim mit Lahr verbunden.
Durch den Osten Kenzingens verläuft als Landes-Radfernweg der Badische Weinradwegcite-ref-18[18]. Er fßhrt von Malterdingen nach Kenzingen, er verläuft ßber die Herbolzheimer Ortsteile Wagenstadt und Tutschfelden weiter ßber Kippenheim nach Lahr.
FernstraĂen
Kenzingen ist durch die BundesstraĂe 3 (Buxtehude â Weil am Rhein), welche frĂźher mitten durch die Stadt fĂźhrte und heute als UmgehungsstraĂe am Ortskern vorbei gefĂźhrt wird, sowie durch die Bundesautobahn 5 mit den Anschlussstellen Riegel (59, sĂźdlich) und Herbolzheim (58, nĂśrdlich) an das Ăźberregionale StraĂennetz angeschlossen. Seit Mitte 2015 gilt von der Sparkasse im SĂźden und dem Kreisseniorenzentrum im Norden komplett Tempo 30.
Kreisverkehre
Am Ortseingang im SĂźden gibt es einen groĂen Kreisverkehr, der drei schĂśne Gebäude aus Kenzingen zeigt: die katholische Kirche, die evangelische Kirche und das Rathaus. Am Ortseingang im Norden ist 2015 auch ein Kreisverkehr entstanden.
Justiz
Das Amtsgericht Kenzingen gehĂśrt zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe. Die Justizvollzugsanstalt Offenburg betreibt in Kenzingen eine AuĂenstelle fĂźr Freigänger.cite-ref-19[19]
Bildung
Kenzingen ist ein alter Schulstandort; bereits fĂźr das Jahr 1300 ist eine Volksschule nachgewiesen. Neben dem Gymnasium gibt es in Kenzingen auch drei Grundschulen (in Kenzingen und in Hecklingen mit AuĂenstelle in Nordweil). Bis zum Schuljahr 2015/16 gab es in Kenzingen, im Verbund mit Rheinhausen im Breisgau und Weisweil, auch eine Werkrealschule. Heute befindet sich im ehemaligen Werkrealschulgebäude die Grundschule Kenzingen.
Soziale Einrichtungen
Kenzingen hat drei Pflegeheime:
⢠das Haus am Franziskanergarten der Arbeiterwohlfahrtcite-ref-20[20] im Bereich des ehemaligen Franziskanerklosters mit der Simultankirche Kenzingen in der EisenbahnstraĂe,
⢠das Kreisseniorenzentrum St. Maximilian Kolbe in der Trägerschaft des Landkreises Emmendingencite-ref-21[21] wurde im Jahre 1931 gegrĂźndet und befindet sich heute in der Offenburger StraĂe,
⢠das Fachpflegeheim der BruderhausDiakonie in der WiesenstraĂecite-ref-22[22]
AuĂerdem gibt es folgende Kindergärten bzw. -tagesstätten:cite-ref-23[23]
⢠Evangelischer Kindergarten
⢠KiTa Wonnental
⢠KiTa Breitenfeld
⢠KiTa Franziskanergarten
⢠KiTa Kinderhaus (im frßheren Grundschulgebäude)
⢠KiTa Schnellbruck
⢠Naturkindergarten âBuntspechteâ
⢠KiTa Bombach
⢠Katholischer Kindergarten St. Andreas Hecklingen
⢠KiTa Nordweil
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Bauwerke
Trotz der ZerstĂśrungen im DreiĂigjährigen Krieg besitzt Kenzingen heute eine denkmalgeschĂźtzte Altstadt. Zu erwähnen ist u. a. das Schwabentor, das es auch als Modellbausatz der Firma Faller gibt.cite-ref-24[24]
Die zweitßrmige katholische Pfarrkirche St. Laurentius, deren Bau bereits bei der Stadtgrßndung 1249 begann, vereinigt gotische und barocke Elemente. Zu ihrer Ausstattung gehÜren (diesen Kßnstlern zumindest zugeschriebene) Frßhwerke von Johann Christian Wentzinger und Grabdenkmäler des Christoph von Urach.
Aus dem ehemaligen Franziskanerkloster, von 1657 bis 1662 errichtet, gingen das heutige Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt und eine Simultankirche hervor. Das Kirchenschiff beherbergt die evangelische Kirche Kenzingen und der durch eine Mauer getrennte Chor die katholische Spitalkapelle.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Friedhof von der Laurentiuskirche an die Bombacher StraĂe verlegt. Die heutige Friedhofskapelle, die einen Vorläufer hatte, wurde 1888 geweiht.cite-ref-25[25]
Museen
Die Oberrheinische Narrenschau, das Fastnachtsmuseum des Verbandes Oberrheinischer NarrenzĂźnfte, zeigt in der Alten SchulstraĂe 20 in einem historischen Gebäude der âĂsenbergervorstadtâ auf drei Etagen das Brauchtum um die alemannische Fasnet, die Masken und Narrenhäs der ZĂźnfte am Oberrhein: von Oberkirch im Norden bis zum Hochrhein im SĂźden.
Musik
⢠Die Stadtkapelle Kenzingen, ein Blasorchester mit Ursprung Mitte des 18. Jahrhunderts.
⢠Gesangverein Eintracht Kenzingen e. V.
⢠Evangelische Kantorei Kenzingencite-ref-26[26]
⢠Posaunenchor Kenzingencite-ref-27[27]
⢠Männergesangverein / Gemischter Chor Liederkranz Nordweil e. V.
⢠Männergesangverein Lichteneck Hecklingen e. V.
⢠Musikverein Bombach e. V.
⢠Musikverein Hecklingen e. V.
⢠Musikverein Nordweil e. V.
⢠TonArt Kenzingen e. V.cite-ref-28[28]
Kino
Ăstlich der Bahnstrecke MannheimâBasel in nächster Nähe zum Bahnhof Kenzingen befindet sich in einem Anbau des Gasthauses Zum LĂśwen mit den LĂśwen-Lichtspielen ein Kino, das Anfang der 1950er Jahre Ăśffnete. Mitte Dezember 2021 schloss das Kino sowohl aus AltersgrĂźnden der Betreiber wie auch aufgrund der Covid-19-Pandemie.cite-ref-29[29] Dank dem bĂźrgerschaftlichen Engagement gekoppelt mit der UnterstĂźtzung des Landesverbandes kommunaler Kinos konnte das Kino reaktiviert werden, was auch im Interesse der bisherigen Besitzer und Betreiber ist.cite-ref-30[30] Im Sommer 2022 wurde hierzu der Verein âKultur in Kenzingen â Kino und mehrâ gegrĂźndet, dessen Hauptzweck der Erhalt des Kinos ist, darĂźber hinaus aber auch die Nutzung des Saales fĂźr andere Kulturveranstaltungen.cite-ref-31[31]
Parks
Innerhalb des Stadtgebiets von Kenzingen gibt es folgende grĂśĂeren GrĂźnflächen:
⢠das Alte Grßn im Sßden an der Elz, mit einem Spielplatz und verschiedenen Skulpturen aus den Holzbildhauersymposien,
⢠den Friedhof nĂśrdlich der Bombacher StraĂe und
⢠den Park am AWO-Pflegeheim zwischen EisenbahnstraĂe und nĂśrdlichem Unteren Zirkel.
Sport
Kenzingen hat einige Sportvereine:
⢠SV Kenzingen 1910 e. V. (FuĂball) â GrĂźndung im April 1910 als 1. FC Kenzingen, 1946 Umbenennung in Sportverein Kenzingen.cite-ref-32[32]
⢠TTSV Kenzingen (Tischtennis)cite-ref-33[33]
⢠Turnerbund Kenzingen 1882 e. V.cite-ref-34[34]
⢠Abteilung Handballcite-ref-35[35]
Fasnacht
In Kenzingen wird die alemannische Fasnachtstradition gepflegt. Hauptinitiator ist hier die Narrenzunft Welle-Bengel Kenzingen e. V. 1824. Daneben gibt es weitere närrische Vereinigungen wie die Kohler Hexen, die Galgenbuck-Teufel, die Bachdatscher in Nordweil und den Räwehupfer in Bombach.cite-ref-36[36] Das vom Verband Oberrheinischer NarrenzĂźnfte betriebene Fastnachtsmuseum âOberrheinische Narrenschauâ zeigt Ăźber 300 Narrenfiguren der alemannischen Fastnacht in ihrem âHäsâ sowie Ăźber 600 Masken, Larven und Schemen.cite-ref-37[37]
RegelmäĂige Veranstaltungen
⢠Weihnachtsmarkt: erstes Wochenende im Dezember auf dem Kirchplatz
⢠Klausmarkt: am ersten Donnerstag im Dezember
⢠Kßnstlerausstellung und Markt: im März/April und im September/Oktober
⢠Rock am Schloss in Hecklingen: Freitag nach Fronleichnam
⢠Tag der offenen Tßr der Feuerwehr mit dem Kßnstlermarkt: im September/Oktober
⢠Preismaskenball der Narrenzunft: drei Wochen vor Fasnetbeginncite-ref-38[38]
⢠GroĂer Zunftkappenabend âD'r Narrespiegelâ der Narrenzunft: eine Woche vor Fasnetbeginn
⢠Uralte Kenzinger Fasnet: vom Schmutzigen Donnerstag bis Fasnetdienstag
⢠Georgenmarkt (Krämermarkt): im März/April
⢠Traditionelle Hecklinger Fasnet: vom Schmutzigen Donnerstag bis zum Fasnetdienstag
⢠Traditionelle Nordweiler Fasnet mit Narrenzunft Bachdatscher
⢠Nordweiler Weinfest im Steinbruch alle zwei Jahre
⢠Nordweiler Musikfest im Wechsel mit dem Weinfest
⢠Bombacher Weinfest: am ersten Wochenende im August
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠Bernhard Bilharz, ehemaliger stellvertretender Bßrgermeister
⢠Karl Eschbach, ehemaliger langjähriger Ortsvorsteher von Hecklingen
⢠Erhard Hensle, ehemaliger langjähriger Ortsvorsteher von Nordweil
⢠Franz Sales Meyer, Architekt und Professor
⢠Rolf Schmidt, ehemaliger stellvertretender Bßrgermeister
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠um 1400, Nikolaus Stocker, Abt im Kloster St. Blasien
⢠um 1700, Franz Ruedhart, Baumeister, schuf 1743 die Kirche St. Martin in Riegel am Kaiserstuhl
⢠um 1790, Sebastian Frey, â 1878, Verwaltungsbeamter und Richter
⢠1797, 18. November, Joseph Rieder, â 24. Oktober 1848 in Wolfach, badischer Oberamtmann
⢠1821, 17. Juni, Gebhard Kromer, â 21. August 1849 in Freiburg im Breisgau, badischer Soldat und Revolutionär
⢠1849, 9. Dezember, Franz Sales Meyer â 6. November 1927 in Karlsruhe, Aquarellmaler, Professor an der Karlsruher Kunstgewerbeschule und EhrenbĂźrger von Kenzingencite-ref-aggl-39-0[39]
⢠1874, 9. August Paul Schwoerer, â 29. April 1959 in Freiburg im Breisgau, badischer Landeskommissär
⢠1886, 16. Mai, Ernst Hamm (1886â1952), Architekt, Ingenieur
⢠1890, 13. Mai, Robert Scharbach, â 4. April 1966 in Freiburg im Breisgau, deutscher Holz- und Steinbildhauer
⢠1891, 15. März, Heinrich Ochsner, â 15. September 1970 in Freiburg im Breisgau, deutscher Philosoph
⢠1939, 12. September, Hubert Konrad Frank, â 18. August 2014 in Bergisch Gladbach, deutscher Schriftstellercite-ref-aggl-39-1[39]
⢠1948, 22. Januar, Gßnter Spies, Kunstturner
⢠1949, 1. Juli, Franz Fehrenbach, deutscher Industriemanager, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH
⢠1950, 12. Juli, Helmut Rieder, Mathematiker
⢠1953, Camill Leberer, deutscher Bildhauer, Fotograf und Malercite-ref-aggl-39-2[39]
⢠1955, 26. März, Paul Witt, Professor fßr Kommunales Wirtschaftsrecht, Rektor der Hochschule Kehl
⢠1956, 31. Juli, Harald Roser, Architekt und Hochschullehrer
⢠1960, 8. Juni, Alfred Markus Mßller, Maler und Bildhauer
⢠1963, 6. Dezember, Gabi Rolland, Politikerin (SPD), seit 2011 Abgeordnete im Landtag von Baden-Wßrttemberg
⢠1965, 11. Januar, Renatus Scheibe, â 27. Juli 2023 in Meiningen, deutscher Schauspieler und Autor/Komponist fĂźr BĂźhnen- und Theatermusik
⢠1966, 4. Juni, Hans-JĂśrg âNo Wayâ Rey, Extreme-Mountainbiker
⢠1970, 26. Juni, Mark Pinger, Schwimmer, Medaillengewinner bei Olympia
⢠1972, Michael Bilharz, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler
Weitere PersĂśnlichkeiten
⢠Nikolaus von Frauenfeld, auch Nikolaus von Kenzingen, (vor 1288â1344), Bischof von Konstanz, war 1301 Kirchherr in Kenzingencite-ref-40[40]
⢠Jakob Otter (1485â1547), Theologe und Reformator, wirkte zwischen 1522 und 1524 in Kenzingen
⢠JosĂŠ Cabanis (1922â2000), franzĂśsischer Schriftsteller, hatte von 1943 bis 1945 in der Kenzinger Munitionsfabrik Zwangsarbeit zu leisten
⢠Friedrich Dittes (1883â1960), einer der vier badischen Teilnehmer der Barmer Bekenntnissynode, wirkte Ende Mai 1934 bei der Abfassung der Barmer Theologischen Erklärung mitcite-ref-41[41]
⢠Hans Entertainment (* 1994), Facebook-Influencercite-ref-42[42]
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⢠Kenzingen (Kreis Emmendingen). Jßdische Geschichte auf www.alemannia-judaica.de
Einzelnachweise
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cite-note-4141. â Liste der Teilnehmer (Memento des Originals vom 29. September 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uek-online.de bei der Barmer Bekenntnissynode, Nr. 18 (unter Baden)
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